21.12.2010, 15:19 Uhr
Fast 25 Jahre nach der bislang schwersten Atomkatastrophe öffnet die Ukraine das verstrahlte Sperrgebiet rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl in großem Stil für Touristen. Bislang boten bereits einzelne Fremdenführer Tschernobyl-Besuche für kleine Gruppen an. Doch Experten warnen vor schweren Gesundheitsschäden. Einen risikofreien Blick ins Sperrgebiet gewährt unsere Foto-Show.
"Es gibt zahlreiche Anfragen", sagte Oksana Nor von der Tschernobyl-Informationsstelle nach Berichten von Medien in Kiew. Doch der Besuch sei unsicher, sagt Pjotr Waljanski vom ukrainischen Zivilschutzministerium. Noch immer leiden Tausende Menschen rund um Tschernobyl an den Folgen der Katastrophe. Es seien bereits mögliche Touren entwickelt worden, die möglichst weit von den kontaminierten Gebieten entfernt lägen, entgegnete Nor. Touristen besuchten die Gegend auf eigene Gefahr. Erst kürzlich hatte die Ukraine Tschernobyl in das offizielle Tourprogramm der Fußball-Europameisterschaft 2012 aufgenommen. Die Ex-Sowjetrepublik richtet das Turnier gemeinsam mit Polen aus.
Die Nuklearkatastrophe am 26. April 1986 setzte etwa 500 mal mehr Strahlung frei als die US-Atombombe auf das japanische Hiroshima 1945. Bis heute ist die genaue Zahl der Opfer unklar. Atomkraftgegner sprechen von bis zu 100.000 Toten und tausenden verstrahlten Menschen. Im Dezember 2000 hatte die Ukraine den letzten der vier Blöcke in Tschernobyl abgeschaltet. Der explodierte Reaktor war mit einem Mantel aus Stahl und Blei geschützt worden. Pläne für eine neue Hunderte Millionen Euro teure Schutzhülle kommen äußerst schleppend voran.
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Quelle: dpa
Unbeteiligter schrieb:
am 25. Juli 2011 um 21:01:35
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AKW als Mahnmal
Wer kann schon genau beantworten, wie sicher oder unsicher so eine Reise wirklich ist? Ich kann es nicht und aus Sorge um
meine Gesundheit würde ich es auch nicht versuchen. Ich wünsche jedoch denjenigen, die das Abenteuer auf sich nehmen, nur das Beste und beneide Sie um die Erfahrung, durch das Besuchen dieses Gebiets die unfassbaren Ausmaße jener Katastrophe auf eine Art und Weise begreifen zu können, wie man es beim Betrachten der Bilder noch nicht mal für möglich gehalten hätte.
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Urlauber schrieb:
am 5. Januar 2011 um 08:07:17
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jeder
der dort hin fährt, muss selber wissen, was er tut....
das Schlimme is nur, WENN sie sich den Arsch verstrahlt haben, liegen sie
daheim wieder der Allgemeinheit auf der Tasche, die dann für deren Behandlung bezahlen darf.....
Aber das is ja schon immer das Problem sochler Solidarsysteme wie der Krankenkassen
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paulePpunkt schrieb:
am 5. Januar 2011 um 03:00:14
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atomholidays
wahrscheinlich auf Jahre ausgebucht
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