17.02.2010, 16:16 Uhr
Österreich: Viel Schnee in Sölden (Foto: ddp)Das kanadische Skigebiet Mount Washington, olympisches Trainingsressort in der Nähe der Austragungsstätten der Winterspiele, meldet derzeit die größte Schneehöhe weltweit – 460 Zentimeter. Mit etwa 90 Zentimetern Schneefall hat es dort in der vergangenen Woche auch die stärksten Schneefälle gegeben. In den USA meldeten am Valentinstag 50 Staaten Schnee auf ihrem Terrain – eine solche Schneedecke gab es dort zuletzt 1977. Auch Europa kann sich nicht über zu wenig Schnee beklagen. In den meisten Skigebieten der Alpen sind die Bedingungen hervorragend. Sogar im südlichsten Skigebiet Europas, der Sierra Nevada an der spanischen Mittelmeerküste, wurde eine Schneehöhe von vier Metern gemeldet.
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In den Alpen fiel in den letzten fünf Tagen weniger Schnee. Allerdings ist für die nächsten Tage eine Änderung zu erwarten. Am heutigen Morgen meldeten bereits einige Schweizer Skigebiete Schneefälle von 20 Zentimetern in 24 Stunden. Zudem sind die Wintersportbedingungen in Europa im Allgemeinen bereits sehr gut, denn die Pisten sind reichlich mit Schnee bedeckt.
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In Österreich wurden am vergangenen Donnerstag heftige Schneefälle von bis zu 60 Zentimeter gemeldet. Seitdem ging die hohe Lawinengefahr wieder zurück, auch wenn sie in einigen Regionen wie Tirol oder der Steiermark noch immer erheblich ist. Heute genießen die Skifahrer und Snowboarder die guten Verhältnisse auf vielerorts sonnigen Pisten. Der Donnerstag brachte Österreich 30 Powderalarms. Die stärksten Schneefälle gab es dabei in Kärnten, wo kleinere Skiressorts wie Flattnitz oder Petzen 60 Zentimeter Neuschnee meldeten. Aber auch Bad Kleinkirchheim und Dachstein West bekamen 20-30 Zentimeter Schnee in 24 Stunden hinzu. Über die größte Schneehöhe des Landes verfügt der Mölltaler Gletscher mit dreieinhalb Metern. An zweiter Stelle liegt St. Anton mit 240 Zentimetern.
In der Schweiz wurde der größte Schneefall aus Eigenthal gemeldet: 90 cm in sieben Tagen. Auch in Beatenberg waren es 60 cm. Größere Skigebiete wie Laax, Saas Fee, Zermatt und Davos meldeten im Wochenverlauf 8-15 cm Schneefall. Ein Dutzend Schweizer Ressorts meldet momentan Schneehöhen von zwei Metern und mehr, darunter St. Moritz, Laax und Saas Fee. Am meisten Schnee liegt in Engelberg (255 cm).
In Deutschland meldeten in den letzten sieben Tagen eine Reihe von Skigebieten 20-35 Zentimeter Neuschnee. In den Mittelgebirgen im Osten, Südosten sowie im Zentrum des Landes war der Schneefall dabei größer als in den Alpen. Grasgehren und Oberstdorf – Nebelhorn im Allgäu haben dennoch 190 Zentimeter Schnee auf ihren Pisten. Nur in Dammkar (195 Zentimeter) und auf dem Zugspitzplatt (205 Zentimeter) ist es noch etwas mehr.
Andernorts in den Alpen, in Frankreich und Italien, gab es nur geringe Schneefälle, auch wenn das französische Skigebiet Serre Chevalier heute wieder 12 Zentimeter Neuschnee meldete und Chamonix mit 3,8 Metern nach wie vor eine der größten Schneehöhen weltweit aufweist. Das italienische Passo Tonale hat ebenfalls knapp vier Meter Schnee auf den höher gelegenen Pisten. In Italien wird außerdem in den kommenden Tagen wieder Schneefall erwartet. In der letzten Woche hatte Arabba dort mit 45 Zentimetern am meisten Neuschnee angehäuft.
Das südlichste Skigebiet Europas, die Sierra Nevada an der spanischen Mittelmeerküste, meldet ebenfalls eine Schneehöhe von vier Metern. Die meisten aktuell befahrbaren Pistenkilometer des Landes gibt es allerdings in Formigal in den Pyrenäen: 136 Kilometer. Auch in Madrid hat es erneut geschneit, so dass Wintersportler zu den nahe gelegenen Skipisten aufbrachen.
Im skandinavischen Norden Europas hat es etwas stärker geschneit, wenn auch nicht so stark wie in der vergangenen Woche. Die Skigebiete Åmål und Ramundberget melden 15 Zentimeter Neuschnee, Åre 11 Zentimeter. Am meisten Schnee liegt in Schweden in Tänndalen. 1,2 Meter sind es dort. In Schottland setzte sich für die dortigen Skigebiete mit weiterem Neuschnee der beste Winter seit 30 Jahren fort. Im Osten Europas herrschen derzeit die bisher besten Skibedingungen dieser Saison vor, nachdem in der vergangenen Woche einige Schneefälle zu verzeichnen waren. Von bulgarischen Pisten werden bis zu 1,8 Meter Schnee gemeldet.
Den meisten Neuschnee weltweit gab es in den letzten sieben Tagen jedoch jenseits des Atlantiks, in Kanada und den USA. Zwar schneite es dort auch an der Ostküste (Mount Sutton in Quebec etwa meldete am Wochenende 40 Zentimeter Neuschnee). An der Westküste des Kontinents war der Schneefall aber besonders heftig. In niedrigeren Lagen regnete es jedoch, was den Organisatoren der Olympischen Winterspiele einiges Kopfzerbrechen bereitete. Olympia-Austragungsort Whistler konnte dennoch bei 68 Zentimeter Neuschnee in den mittleren und höheren Lagen nicht über zu wenig Pulver klagen.
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Quelle: t-online.de
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