06.06.2011, 08:45 Uhr | t-online.de
Ponza, Hamneskär, Mljet - noch nie gehört? Kann sein! Diese fast einsamen Inseln versprechen einen erholsamen Urlaub abseits des Massentourismus. Wer dort Urlaub mit Robinson-Feeling machen möchte, muss nicht um die halbe Welt reisen, denn diese unberührten Flecken sind allesamt in Europa. Wir haben die schönsten, einsamsten und weniger bekannten Inseln in Europa ausgewählt, die nicht mit Ballermann-Flair oder Bettenburgen locken, sondern mit kleinen Hotels und leeren Stränden. Sehen Sie sich die Inseln in unserer Foto-Show an.
Auf Hamneskär gibt es nur einen Leuchtturm und ein dazugehöriges Bed & Breakfast, das "Paternoster". Für Einsamkeit sorgt auch der Fakt, dass es keinen regelmäßigen Fährverkehr zur Insel gibt. Hier kann man noch ganz private Sonnenuntergänge erleben. Die Schäreninsel im Westen Schwedens liegt nur 20 Minuten per Boot von den größeren Inseln Marstrand oder Tjörn entfernt. Ein Tipp ist das Austernabendessen mit Champagner, bei dem man von Austernexperte Karl Johan Smedman die Geschichte und Handhabung dieser erklärt bekommt.
Die kleine Insel an der kroatischen Adria wurde bereits in Homers Odyssee erwähnt. Angeblich erlitt hier auch der Apostel Paulus Schiffbruch. Ein Teil der Insel ist Nationalpark. Insgesamt sind 90 von 100 Quadratkilometern bewaldet - das macht sie zur am stärksten bewaldeten Mittelmeer-Insel. Eine weitere Rarität ist die Insel auf der Insel: Inmitten eines Salzwassersees befindet sich eine kleine Insel mit einem Kloster. Touristisch ist Mljet wenig erschlossen, so dass Urlauber hier in aller Ruhe entspannen können.
Vor der Nordküste Siziliens, im Tyrrhenischen Meer, liegt die Insel Vulcano - in der römischen Mythologie galt sie als Schmiede für Vulcanus (römischer Gott des Feuers). Auf den etwa 21 Quadratkilometern leben nicht mal 500 Menschen. Schon in der Antike genossen Griechen und Römer die mineralhaltigen Schlammbäder, die nicht nur gesund sind, sondern auch für eine zarte Haut sorgen. Die Inselwelt der Liparischen Inseln ist vor Jahrtausenden mit vulkanischer Wucht aus dem Meer gestiegen. Und in der Schmiede von Feuergott Vulcanus glüht noch immer die Glut.
Ebenfalls zu den Liparischen Inseln vor der Küste Siziliens zählt Salina. Sie wird auch "die Grüne" genannt. Salina ist im Gegensatz zu den Nachbarinseln einfacher geblieben und aufgrund einer Süßwasserquelle reich an Vegetation - so sind die zwei erloschenen Vulkankegel auch von Bäumen und Kräutern bewachsen und die ganze Insel steht unter Naturschutz. Zwei Vulkankegel teilen sich das Eiland. Im Tal dazwischen wächst Wein. Jener Malvasia, den Spezialisten aus getrockneten Trauben zum schweren, süßen Passito pressen. Die Touristen zieht der Berg magisch an: In drei Stunden zu Fuß auf fast 1000 Meter Höhe. Der Aufstieg ist schattig, hier wachsen über Farnen und wildem Knoblauch hohe Pinien und Esskastanien. Vom Gipfel geht der Blick über den ganzen Archipel bis zum Festland.
Porto Santo ist die weniger bekannte Schwesterinsel von Madeira. Mit elf Kilometern Länge und sechs Kilometern Breite ist sie sehr überschaubar. Der Strand Campo de Baixo kann sich mit seinen neun Kilometern Länge sehen lassen. Er ist Hauptanziehungspunkt für die Urlauber, die sich auf das kleine Eiland verirrt haben. Sehenswert ist auch das Haus des Columbus in dem der Entdecker angeblich einst wohnte.
Das knapp über 250 Quadratkilometer große Ikaria liegt westlich der viel bekannteren Insel Samos. Zwei besonders schöne Anlaufpunkte sind die Fischerdörfer Armenistis und Gialiskari. Zwischen den beiden Dörfern befinden sich auch die zwei größten Sandstrände der Insel - mit den klangvollen Namen Livadi und Mesachti. Wer statt Abkühlung lieber ins Schwitzen kommen möchte, ist nahe der Ortschaft Therma genau richtig. Dort sprudeln die seit der Antike bekannten Thermalquellen. Bei 50 Grad lässt sich das gerade noch aushalten. Kultur gibt es hier noch on top: Ganz in der Nähe lassen sich die Ruinen der antiken Stadt Drakanos besichtigen.
Da ist die von den Schönen und Reichen besetzt gehaltene Costa Smeralda rasch vergessen. Denn das sieht aus wie Norwegen am Mittelmeer, was vor der sardischen Nordostküste als Archipel La Maddalena aus dem azurblauen Wasser zu steigen scheint: schroffe Felsen mit mediterranem Touch. Palmen, Wacholder- und Pinienwäldchen, riesige rosarot blühende Oleanderbüsche. Dazu traumhafte Strände, umrahmt von bizarren Felsformationen. Die Gruppe von wild verstreut liegenden Hauptinseln, sieben an der Zahl, bildet seit 15 Jahren einen Nationalpark.
Die autofreie Insel Cavallo liegt in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien und zählt zu den südlichsten Punkten Frankreichs. Sie ist einen winzigen Quadratkilometer klein und bietet herrliche Buchten und Strände. Das 4-Sterne-Hotel "des Pêcheurs" ist das einzige Hotel auf der Insel und liegt in einem einmaligen Naturparadies umgeben von unberührten, weißen Sandbuchten und kristallklarem Meer. Besonders gut Betuchte fühlen sich auf dem kleinen Eiland wohl.
Comino, mit drei Quadratkilometern die kleinste bewohnte Insel des maltesischen Archipels, hat eine traumhaft schöne blaue Lagune: Gelber Sandboden sorgt hier für bezaubernde, glitzernde Lichtspiele. Der Name der Insel leitet sich vom Kümmel ab, der früher hier wuchs - heute findet sich eher duftender Thymian. Die autofreie Insel ist ideal für Ruhesuchende und es gibt lediglich ein Hotel: das 4-Sterne-Hotel & Bungalows Comino mit seiner eigenen, kleinen Sandbucht. Von hier blickt man auf das Meer und die Nachbarinsel Gozo.
Die kleine nur vier Quadratkilometer große Insel Procida im Golf von Neapel liegt unweit von Ischia. Autofähren und Schiffe bringen die Urlauber von Neapol, Pozzuoli oder Ischia auf die Insel. Das Meer auf der vulkanischen Insel ist von Juni bis Oktober ungefähr 21 Grad warm. Zitronen und Orangenhaine verbreiten einen wohltuenden Duft auf der Insel. Die schönsten Strände liegen an der Südwestküste - wie auch der Yachthafen Chiaiolella und das mit Procida über eine Steg verbundene Inselchen Vivara. Seit 1974 gibt es ein Naturschutzgebiet in dem seltene Vögel und Pflanzen beheimatet sind. Dass Procida touristisch noch relativ unbekannt ist, liegt einerseits am Bestreben der Inselbewohner, den Fremdenverkehr zu begrenzen und andererseits an einem ehemaligen Gefängnis auf der Insel.
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Quelle: srt , t-online.de
Globetrotter schrieb:
am 6. Juni 2011 um 18:39:40
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unbekannte Inseln
Dass Inseln wie Comino oder Porto Santo als "unbekannt" gelten ist ein Armutszeugnis für das deutsche
Bildungssystem. Und "Geheimtipps" sind sie auch nicht. Ich habe erst letztes Jahr von Madeira aus einen Ausflug nach Porto Santo gemacht und kann nur sagen, dass die Hoteldichte und die touristische Infrastruktur dort mit jedem Pauschalreiseziel gut mithalten kann.
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jupp schrieb:
am 6. Juni 2011 um 17:40:44
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Robinson crusoe
Spätestens nach diesem Artikel dürfte es auch da mit der Ruhe vorbei sein.
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Filippo schrieb:
am 6. Juni 2011 um 11:06:57
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Die autofreie Insel Cavallo liegt in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien und zählt zu den südlichsten Punkten Frankreichs.
Die von euch gennante Insel ( Cavallo ) liegt nicht zwischen Korsica und Sardinien, sondern auf Sardinien. Nord/Ost küste 20 Km südlich von Olbia. Ausserdem, die Insel heißt nicht "Cavallo" sondern Tavolara ( Capo coda "cavallo" ist ist eine Halbinsel und es ist genau der Ort wo die/der Photo/s gemacht worden ist/sind) Vielen dank für die andere schöne Bilder und
Informationen!
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