20.06.2011, 10:36 Uhr
Der VW Käfer in Mexikos Unterwassermuseum ist der neuste Clou von Künstler Jason de Caires Taylor (Foto: www.jasondecairestaylor.com)
Keine Abgase, kein Lärm - dieser VW-Käfer verbraucht noch nicht mal Benzin. Künstler Jason de Caires Taylor hat einen VW Käfer aus Zement zum neuen Ausstellungsobjekt des Unterwassermuseums bei Cancun gemacht hat. Stromlinienförmig trotzt er den Strömungen des Meeres und bietet Unterwasserlebewesen ein neues zu Hause. Was Taucher vor der mexikanischen Küste besichtigen können, sehen Sie in unserer Foto-Show.
Der VW Käfer ist der neueste Clou von Künstler und Tauchlehrer Jason de Caires Taylor: Die originalgroße und acht Tonnen schwere Skulptur ist das neuste Ausstellungsstück in dem Unterwassermuseum zwischen der mexikanischen Isla Mujeres und Cancun. Still und verlassen steht sie auf dem sandigen Meeresboden - zumindest auf den ersten Blick, denn in den Fenstern des Zement-Autos befinden sich Löcher, durch die kleine Fische in das Wageninnere gelangen können. Und neben den Stellen, an denen sich bei einem echten VW Käfer die Räder befinden, hat der Künstler größere Löcher in den Zement gearbeitet, um auch Hummern den Eintritt zu ermöglichen. Im hinteren Teil - quasi im Kofferraum - sollen spezielle Kisten den Meereslebewesen einen neuen Lebensraum schaffen. Der VW Käfer soll künftig als künstliches Riff dienen.
Wie schon bei seinen früheren Installationen in Cancun und Grenada will der Künstler einen Beitrag zum nachhaltigen Tourismus leisten: Das Dach des Wagens ist texturiert und pH-neutral, damit sich Korallen dort ansiedeln können - die Skulptur soll nämlich Meereslebewesen ein Mini-Reservat bieten. Außerdem soll das Unterwassermuseum die natürlichen Riffe der Gegend entlasten, indem es die Besucherströme zum Unterwassermuseum umlenkt.
Vor dem mexikanischen Urlaubsort Cancún wurde das erste Unterwassermuseum eröffnet. Im Mittelpunkt stehen Betonfiguren. zum Video
Der VW Käfer trägt den Namen "Antropocene" (auf deutsch: "Antropozän"). Der Begriff bezeichnet das Erdzeitalter, in dem die Einwirkung menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt die gleiche Dimension angenommen hat, wie die Einflüsse der Natur selbst. Die Skulptur ist aerodynamisch geformt, sodass sie auch stärkeren Strömungen standhält.
Taylors zuletzt auf dem Meeresboden veröffentlichte Arbeit zeigte einen bierbäuchigen Mann mit Burger und Pommes auf dem Schoß, der den Blick starr auf den Fernseher richtet. Er ist Teil der sozialkritischen Skulpturenreihe "What have we done" (dt.: "Was haben wir getan?"). Der Prachtkerl trägt den passenden Namen "Inertia" (dt.: "Trägheit"). Zu der Reihe gehören zwei weitere Figuren: Eine hochgeschossene Frauengestalt, die den Titel "Void" (dt.: die Leere) trägt, sowie eine Kindergestalt, die den Blick über einen Haufen Müll und Unrat schweifen lässt. Ihr hat Taylor den Namen "Inheritance" (dt. das Erbe) gegeben. Die Skulpturenreihe findet sich vor dem Landvorsprung Punta Nizuc in vier Metern Tiefe.
Mit der Groß-Installation "The Silent Evolution" (dt.: die stumme Evolution) machte Taylor schon im November 2010 Schlagzeilen für sein Unterwassermuseum. 403 lebensgroße Figuren stellen Menschen aus verschiedensten Kultur- und Berufskreisen dar. "The Silent Evolution" im Cancun Marine Park in Mexiko ist die bislang größte Installation von Taylor. Es dauerte gut ein Jahr, die Figuren zu fertigen und in neun Metern Tiefe zu versenken. Modell standen dem Künstler vor allem Einheimische, nach deren Vorbild er die 403 Einzelstücke schuf. Die Installation erstreckt sich auf einer Fläche von 420 Quadratmetern und wiegt insgesamt mehr als 180 Tonnen.
Auch in Grenada war Taylor schon aktiv: Der "Lost Correspondent" ("der verlorene Korrespondent"), ein einsamer Mann an einem Tisch mit Schreibmaschine, empfängt hier kunstbegeisterte Taucher. Aus diversen Riffs beobachten vermooste Köpfe die neugierigen Besucher. Besonders beeindruckend ist das, was Taylor aus 30 Säcken Zement und einer LKW-Ladung Sand erschaffen hat: Einen Kreis aus 26 Statuen mit einem Durchmesser von fünf Metern, die ein Gesamtgewicht von fünf Tonnen auf die Waage bringen. Sogar von der Oberfläche ist diese Installation gut zu erkennen.
Unterwassermuseum: www.asociadosnauticoscancun.com, Tel.:: +52 998 / 8831210, E-mail: info@asociadosnauticoscancun.com. Die Skulpturen befinden sich direkt im Meer, ein spezieller Eintritt wird nicht verlangt.
Jason de Caires Taylor: www.underwatersculpture.com, info@underwatersculpture.com, +44 (0)7762 829173
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Quelle: mro , t-online.de , aja
GW schrieb:
am 25. Juni 2011 um 10:23:39
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was bringts
Was nützt es? Trotzdem ist Mexico-City eine der meist verpesteten Städte der Welt. Besser würde man alles Autos ins Meer
werfen, obgleich aus Beton oder Metall.
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Gast schrieb:
am 24. Juni 2011 um 16:46:29
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owei, owei...
Mein 1200er Käfer verbraucht 7l/100km nix da mit 12l! Und Winker hatten die Käfer bis Anfang/Mitte 1960 - danach kamen erst
die Blinker.
Sehr viel Halbwissen wird hier in den Raum geworfen...
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geba schrieb:
am 23. Juni 2011 um 12:32:31
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Unterwassermuseum: Der umweltfreundlichste VW-Käfer der Welt
Der Käfer ist eigentlich nichts weiter als ein abgespeckter Porsche
Carrera
und den müßten die Meisten von Euch ja kennen.Übrigens hat der die gleichen Macken. Kreissägenmotor,Scheibenwischer,Heizung und Neigung zum Übersteuern.soll heißen,das Hecke geht in der Kurve nach außen weg und man rotiert die Ausfahrt runter wie ein Kreisel.
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