21.08.2009, 09:46 Uhr
Die Hängebrücke über der Massaschlucht in der Schweiz ist 124 Meter lang. (Foto: www.wanderweg-riederalp-belalp.ch)
Zittrige Knie bekommen Wanderfreunde beim Überqueren der Hängebrücke über der Massaschlucht. Seit Mitte 2008 ist die 124 Meter lange Fußgängerbrücke über der 50 Meter tiefen Massaschlucht am Fuße des Aletschgletschers geöffnet. Durch die Brücke wird der komplett sanierte Wanderweg Riederalp - Belalp wieder begehbar und ein traumhaftes Wandergebiet im UNESCO-Welterbe Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschorn neu erschlossen. Sehen Sie die spektakulären Bilder der Hängebrücke über der Massaschlucht in unserer Foto-Serie.
Über viele Jahrzehnte führte der Wanderweg Riederalp - Belalp über den Aletschgletscher. Auf Grund des Rückgangs des größten und mit über 23 Kilometern längsten Gletschers der Alpen in den letzten 20 Jahren sind die Zugänge zum Gletscher von der Riederalp und der Belalp über die Seitenmoränen immer schwieriger geworden. Durch die etwa 200.000 Euro teure Fußgängerbrücke und Sanierung des Wanderweges verkürzt sich die Wanderzeit für die Überquerung des Gletschers von acht auf fünf Stunden.
Nicht nur dank der neuen Fußgängerbrücke ist die Wanderung durchs Welterbegebiet ein Erlebnis. Idealerweise startet man die schöne Panoramastrecke vom Ort Belalp aus, wohin von Blatten aus eine Großkabinenbahn fährt. Nach etwa 30 Minuten von Belalp erreicht man das Aletschbord, wo ein Restaurant mit Blick auf den Aletschgletscher zur Einkehr lockt. Nach weiteren anderthalb Stunden Marsch kommt man schließlich zur Hängebrücke, nach der der idyllische Grünsee zur Rast einlädt. Danach geht es über den Silbersand und Riederfurka zur Riederalp. Unterwegs gibt es immer wieder fantastische Ausblicke auf den Aletschgletscher. Die Wanderung gilt als relativ leicht und überfordert auch Kinder ab sieben oder acht Jahren nicht. Trittsicherheit und etwas Kondition sollten Wanderer allerdings mitbringen.
www.wanderweg-riederalp-belalp.ch, www.aletsch.ch
Deppendorfer schrieb:
am 26. Juni 2010 um 11:01:29
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Technik als Allheilmittel ?
Mit jedem neuen Wander-Erleichterungs-Bauwerk wird das Naturbild mehr verschandelt. Warum belässt man
schwerbegehbare Bergregionen nicht im Urzustand, sondern baut ständig neue Fußgänger-Autobahnen für Gaffer in Sandalen und Highheels ins Hochgebirgsidyll ? Der Lockruf des Geldes ? Genau damit versauen wir unseren schönen und einzigen bewohnbaren Planeten weit und breit ! Hirnlose Raffgier, wohin man blickt !
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