07.06.2011, 11:14 Uhr | Markus Roman
Die "Arcadia" der Reederei P&O Cruises (Foto: P&O Cruises)
Das hatten sich die 2000 Gäste der "Arcadia" sicher anders vorgestellt: Während einer Luxus-Kreuzfahrt rund um die USA und Karibik fielen sie - der eigenen Einschätzung nach - der Willkür der US-Einreisebehörden zum Opfer. Sieben Stunden lang mussten die Passagiere Sicherheitskontrollen, biometrische Scans und Befragungen im Hafen von Los Angeles über sich ergehen lassen. Auslöser für den besonders ausgiebigen Sicherheitscheck soll eine Meinungsverschiedenheit zwischen einigen Kreuzfahrern und den US-Sicherheitsangestellten gewesen sein, berichteten einige der Passagiere dem "Daily Telegraph".
Dabei hatten die Passagiere zuvor während ihrer 11.000 Euro teuren Luxus-Kreuzfahrt keinerlei Probleme mit den US-Einwanderungsbehörden - bis zum 26. Mai in Los Angeles. Neun Mal waren Sie zuvor in US-Häfen von Bord gegangen, die Einreiseformalitäten wickelte das Sicherheitspersonal an den Grenzzugängen stets unkompliziert und recht zügig ab. Nach Angaben eines Passagiers war dies zunächst auch in Los Angeles der Fall. Dann begannen einige der mehrheitlich britischen Passagiere mit dem Sicherheitspersonal zu diskutieren, ob denn die Sicherheitskontrollen für eine Gruppe hauptsächlich älterer Passagiere notwendig sei. Daraufhin mussten sich nach Angaben der Passagiere alle 2000 Kreuzfahrer dem kompletten Sicherheitsprogramm unterziehen: Fingerabdrücke beider Hände, Retina-Scans, ausführliche Passkontrolle sowie detaillierte Befragungen zum Hintergrund der Reise. "Zunächst hielten sie die Kontrollen einfach, doch nach der Meinungsverschiedenheit mussten wir die Fingerabdrücke beider Hände abgeben und das andere biometrische Zeugs über uns ergehen lassen", sagte Passagier John Randall dem "Daily Telegraph" (Eine Reise in die USA sollte jeder einmal gemacht haben).
Sieben Stunden dauerte die Kontrolle, die viele der Passagiere als unzumutbar empfanden. Die Kreuzfahrer seien nach eigenen Angaben "wie Tiere zusammen getrieben" worden und mussten bei Temperaturen von 27 Grad anstehen, ohne Wasser, Essen oder Zugang zu Toiletten. Ein Mitarbeiter der Einreisebehörde soll auf die Nachfrage einer verzweifelten Dame nach einer Toilette geantwortet haben: "Machen Sie doch hier an die Seite, uns macht das nichts aus." Durch die Verzögerung musste die Reederei einen weiteren Stopp der Kreuzfahrt auf Honduras absagen.
Zu allem Unglück fiel ein Computersystem der Einreisebehörden aus, was ebenfalls zu Verzögerungen führte. Zudem standen laut Passagier Randall gerade einmal acht Mitarbeiter der Behörde für die 2000 Passagiere zur Verfügung. Nach Angaben einer Sprecherin der Reederei P&O Cruises habe man die Passagiere zum Teil wieder an Bord geholt, um Wartezeiten von mehr als einer Stunde zu vermeiden. Bei der Frage nach der Ursache der langen Kontrollen gibt sich die Sprecherin im "Daily Telegraph" diplomatisch und versucht zu entschärfen: "Die Verzögerungen bei der Einreise waren zum großen Teil auf Computerprobleme der Customs and Border Protections (CBP) zurück zu führen. Sie hatten nichts mit dem verbalen Angang des Sicherheitspersonals durch eine Minderheit unserer Gäste zu tun, die von den Verzögerungen klar frustriert waren. Die Vereinigten Staaten haben die strengsten und genauesten Sicherheitskontrollen der Welt und sie hatten den Eindruck die Sicherheitskontrollen weiter verstärken zu müssen, was in ihrer Macht steht."
Quelle: t-online.de , mro
Amireisender schrieb:
am 7. Juni 2011 um 21:41:42
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Dumm und ignorant
sind sie die AMIS, besonders Polizei und Einwanderungsbehörde. Die beschriebene Willkür ist an der Tagesordnung. Seit 20
Jahren muß ich leider mehrmals pro Jahr rüber und habe das ganze Land zur Genüge kennengelernt. Je öfter ich dort war und je älter ich werde, desto größer wird meine Abneigung.
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Dirk schrieb:
am 7. Juni 2011 um 21:41:26
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USA
Habe von 1988 bis 1999 die USA 4 x besucht. Immer nur freundliche und hilfsbereite Menschen kennengelernt (Florida, Kalifornien, Hawaii).
Damals waren auch die Einreisen kein Problem. Logisch, das das nach dem 11. September anders wurde, aber trotzdem ist es heute, wie ich von mehreren gehört habe, teilweise arg übertrieben, wie Touristen behandelt werden.
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Manne schrieb:
am 7. Juni 2011 um 21:39:26
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Panzer im Koffer
Das ist wie früher an der Deutsch Deutschen Grenze, wenn der Grenzer Dich zum x-ten Male gefragt hat was Du im Koffer hast,
Abgenervt von der ganzen Schickane, kam dann die Atwort: Da ist ein Panzer drin. Schwup, schon hast für die nächsten 24 Std. in der Zelle gesessen. Die Amis sind einfach nur doof und peinlich, aber das Land ist toll. War schon 4x in den Staaten.
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