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Vier Meter Schnee in den Alpen

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Vier Meter Schnee in den Alpen

14.01.2010, 10:23 Uhr

Vier Meter erreichte die Schneehöhe in Chamonix am Mont Blanc (Foto: Imago) Vier Meter erreichte die Schneehöhe in Chamonix am Mont Blanc (Foto: Imago)Ganz Europa steckt mitten im tiefen Winter. Doch in Frankreich schneite es in der vergangenen Woche besonders heftig. Mehr als 40 französische Skigebiete meldeten eine Neuschneemenge von 20 Zentimetern und mehr in nur 24 Stunden und lösten damit einen Powderalarm bei dem Internetdienst www.skiinfo.de aus. Auch der „Weiße Berg“ machte seinem Namen alle Ehre: Vier Meter erreichte die Schneehöhe in Chamonix am Mont Blanc. Die meisten deutschsprachigen Skigebiete können ebenfalls nicht über zu wenig Schnee klagen.

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Schneereiche Schweiz

In der Schweiz meldet Gstaad (Glacier 3000) am Donnerstag, 14. Januar, ganze 40 Zentimeter Neuschnee an einem Tag. Die Bergstation des Skigebietes verzeichnet eine Gesamtschneehöhe von 181 Zentimetern, im Tal wurden bis zu 45 Zentimeter gemessen. Noch höher liegt der Schnee in Andermatt-Gotthard, 220 Zentimeter sind es auf dem Berg und 120 Zentimeter im Tal. Auch Saas Fee und Celerina haben eine Schneedecke von zwei Metern und mehr, ebenso St. Moritz, wo innerhalb einer Woche 45 Zentimeter Neuschnee fielen. Das Skiresort Vercorin blieb mit 90 Zentimetern allerdings Spitzenreiter in punkto Neuschnee.

 

Ebenfalls frisches Weiß in Österreich

Österreich hat in den letzten sieben Tagen abermals etwas weniger Schneefall gesehen als das westliche Nachbarland. Dennoch kam Sölden auf 37 Zentimeter frisches Weiß, und am Großglockner war es fast ebensoviel. Die größte Schneehöhe des Alpenlandes gibt es jedoch nach wie vor auf dem Mölltaler Gletscher, wo sich inzwischen 310 Zentimeter Schnee angehäuft haben. Ein guter Meter weniger liegt auf dem Hintertuxer sowie dem Pitztaler Gletscher. Geringere Schneefälle von bis zu Zentimetern gab es zuletzt in Hohentauern, Damüls oder Kitzbühel. 

 

Auch in Bayern mehr und mehr Schnee

Mehr Neuschnee als in Österreich brachten die Winterwolken in Deutschland, wo nach dem Schneechaos in Norddeutschland auch in Bayern die Schneedecken weiter anwuchsen. Am Donnerstag, 14. Januar, wurden in dem südlichen Bundesland mehrere Powderalarms wegen 20 Zentimetern Neuschnee gegeben, darunter in Tegelberg und Pfronten. Insgesamt 80 deutsche Skiresorts legten in der vergangenen Woche zwischen 10 und 45 Zentimeter an Schnee zu. Am meisten Schnee gibt es hierzulande auf dem Zugspitzplatt (180 Zentimeter), aber das Nebelhorn im Allgäu besitzt mittlerweile eine fast ebenso hohe Schneedecke, die an der Bergstation Höfatsblick 170 Zentimeter erreicht. Auch in Dammkar – Karwendel liegen immerhin anderthalb Meter Schnee am Berg.

 

Heftigster Schneefall der Alpen in Frankreich

In Frankreich waren besonders am Freitag, 8. Januar, große Schneezuwächse zu verzeichnen: Ein halber Meter in Alpe d’Huez und 60 Zentimeter in Puy St Vincent. Gar 80 Zentimeter waren es in Formiguères. Die PR-Managerin des Skigebietes, Carmen Hernandez, kommentierte: „Durch den außerordentlichen Schneefall am Freitag haben wir hier jetzt eine sehr gute Schneedecke. Im Moment kann man auf frischem Schnee zu besten Bedingungen Skifahren.“ Auch am Grand Massif sieht es für Wintersportler gut aus, dort liegen bis zu 270 Zentimeter Schnee. Pierre Claessen, Manager des Tourismusbüros von Flaine, meinte: „In diesem Jahr bekamen wir die bedeutendsten Schneefälle an Weihnachten. Der Schnee ist wirklich gut, aber die Leute müssen aufpassen, wenn sie freeriden wollen, denn abseits der Pisten ist das Skifahren im Moment sehr gefährlich.“ Das Lawinenrisiko ist in Frankreich mit Stufe 4-5 besonders in den Skigebieten Abriès, Alpe du Grand-Serre, Auron, Ax les Thermes, Isola 2000, Les 7 Laux und Serre Chevalier  hoch. Am Wochenende werden in Frankreich weitere Schneefälle erwartet – bis zu 30 Zentimeter in Tignes und Val d’Isere und 25 Zentimeter in La Clusaz.  

 

In Italien schneit es weiter


Aus Italiens Norden werden in den letzten 24 Stunden besonders starke Schneefälle gemeldet: Jeweils 40 Zentimeter Neuschnee aus Courmayeur und Val Senales, 30 Zentimeter aus La Thuile. Limone Piemonte verzeichnete innerhalb einer Woche gar zwei Meter Schneefall, Arabba Marmolada 120 Zentimeter. Der Presena-Gletscher bei Passo Tonale meldet eine Schneehöhe von gewaltigen 430 Zentimetern. Im Skigebiet Bormio sind es drei Meter.

 

Schneeverhältnisse in Osteuropa nur mittelmäßig

In Osteuropa bleiben die Wintersportbedingungen in den nördlicheren Ländern großteils gut, weiter im Süden jedoch haben etwa die bulgarischen Skigebiete Borovets und Pamporovo mit nur ein paar Zentimetern Schnee und warmen Temperaturen zu kämpfen. In Bansko sieht es etwas besser aus, denn dort häufte sich im Dezember eine größere Schneedecke an und die meisten Pisten sind geöffnet. In Skandinavien blieben die Temperaturen niedrig, auch wenn es weniger Neuschnee gab als in der vergangenen Woche. In Schweden brach Hemavan mit minus 40 Grad in der Nacht zum Samstag den Temperaturrekord für diese Saison. Am Wochenende wird in Skandinavien wieder mehr Schneefall erwartet.

 

Niederländer entdecken neuen Abfahrtshang

Zu den ungewöhnlichen Entwicklungen des kalten Wetters in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre zählte am Samstag die Eröffnung einer neuen zwei Kilometer langen Skipiste in den südlichen Niederlanden. Die vorübergehende Abfahrt windet sich um den 90 Meter hohen Wilhelminaberg nach unten. An dem Berg, der in Wirklichkeit der Aushubhügel einer ehemaligen Steinkohlegrube ist, ist auch das Indoor-Skizentrum „Snow World Landgraaf“ mit seiner 550 Meter langen Piste beheimatet. Den Skifahrern dort wurde erlaubt den Sessellift in der Halle zu nutzen, um den Hügel nach oben zu fahren. Durch einen Notausgang gelangten sie zu der zeitweiligen Piste unter freiem Himmel, wo Glühwein ausgeschenkt wurde. Es ist nicht klar, wie lange die Skipiste auf dem Wilhelminaberg befahrbar bleibt – aber nachts entsprachen die Temperaturen auf der Abfahrtsstrecke denen im Inneren der Snow World.

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Quelle: t-online.de

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