23.01.2012, 17:13 Uhr | Sibylle von Kamptz, SRT
Die Kapverdischen Inseln, oder kurz Kapverden, sind ein Kalaidoskop vor der Küste Afrikas: Das sechs Flugstunden entfernte Ferienparadies im Atlantik bietet Urlaubern sowohl die perfekten Plätze für einen entspannten Strandurlaub, Berge, die von Wanderern erklommen werden wollen und kulturelle Vielfalt. Und das beste: Fast ganzjähriger Sonnenschein - und damit machen sie den bei deutschen Reisenden beliebten Kanaren Konkurrenz. Sehen sie die Kapverdischen Inseln auch in unserer Foto-Show.
Ein wertvoller Reisetipp für die Wintermonate sind die Kapverdischen Inseln. Auf der Inselgruppe herrschen auch im Dezember angenehme 27 Grad – perfekt für die Winterflucht aus den kalten heimischen Gefilden. Die Kapverden bestehen aus 15 Inseln, die Hauptstadt ist Praia mit rund 100.000 Einwohnern. Unterschieden wird zwischen den Inseln über dem Wind (Barlavento) und unter dem Wind (Sotavento). Die Inseln über dem Wind sind Santo Antão, São Vicente, São Nicolau, Sal, Boa Vista und die unbewohnten Inseln Santa Luzia, Branco und Raso. Zu den Inseln unter dem Wind gehören Maio, Santiago (Hauptinsel), Fogo und Brava sowie die unbewohnte Inselgruppe der Ilhéus do Rombo. Die starke Trockenheit macht die Landschaft zu einer Halbwüste, die auch durch Mangrovenwälder und Dünen unterbrochen wird. Die ehemalige portugiesische Kolonie, gilt auch als Mekka für Surfer - besonders die Insel Sal.
Wer Sonne, Sand und Meer sucht, der ist auf den touristisch am besten erschlossenen Inseln Sal und Boavista richtig. "Die Inseln zeichnen sich durch wunderschöne Strände aus - daher ziehen sie in der Regel Gäste an, die einen reinen Strandurlaub planen", erläutert Daniela Sauerwald von Rewe-Touristik. Wassersportler finden abwechslungsreiche Tauchreviere und hervorragende Surfspots - vor allem im Zeitraum Oktober bis Juli herrschen aufgrund der Passatwinde beste Bedingungen. "Die Lage der Hotels ist dafür perfekt: Alle liegen direkt am Strand", so Sauerwald. Dazu kommen günstige klimatische Bedingungen, die bei Mitteleuropäern Fernweh wecken. Die Kapverden liegen auf einem ähnlichen Breitengrad wie Acapulco, Martinique und Goa. Dazu kommen die politische Stabilität des kleinen Inselstaates, der erst seit 1975 unabhängig von Portugal ist, und eine geringe Zeitverschiebung von zwei Stunden im Winter.
Gute Voraussetzungen also - und so haben vor allem die Sandinseln Sal (8000 Einwohner) und Boa Vista (3500 Einwohner) den Weg in Richtung Massentourismus eingeschlagen. An den Küsten schießen die Hotels aus dem Boden. Im November 2005 hat mit Riu die erste internationale Hotelkette ein Viersternehotel auf Sal eröffnet - mittlerweile bieten vier Riu-Clubhotels über 2600 Betten. 2010 eröffnete das Fünfsternehotel "Iberostar Club Boa Vista", im Mai 2011 kam auf Sal das Viersternehotel "Melia Tortuga Beach Resort & Spa" der spanischen Kette Sol Melia hinzu.
Doch zu den Kapverden gehören noch sieben weitere bewohnte Eilande. "Die Inseln sind sehr unterschiedlich", erklärt Jens Reinhardt, Produktmanager bei Dertour. "Santo Antão mit seiner fantastischen Gebirgswelt ist ideal für Wanderer, Santiago wiederum ist perfekt für Reisende, die die Landeskultur entdecken möchten." Die Inseln seien "ein Geheimtipp für einen Urlaub voller Kontraste", meint auch Hendrik Meyer, Produktmanagement Kapverden bei Neckermann-Reisen.
Die Vielfältigkeit ist es auch, die Kai Pardon, Geschäftsführer des Dortmunder Veranstalters "One World - Reisen mit Sinnen" begeistert. Der Rad- und Wanderreisen-Spezialist hat die Kapverden seit 2003 im Programm. "Der Tourismus ist für die Kapverden, die weder über Bodenschätze noch über Industrie verfügen, eine große Chance", ist Pardon überzeugt. Inseln wie Fogo - der dortige Vulkan ist mit 2829 Metern die höchste Erhebung der Inseln - und Santo Antão, die eher kleinere Buchten mit schwarzem Sand haben, werden seiner Meinung nach aber eine ganz andere Entwicklung nehmen als die Sandinseln.
"Im Sommer 2011 zählten die Kapverden definitiv zu den Gewinnern mit hohen Zuwächsen", bestätigt Susanne Stünckel von der Tui. Auch in der laufenden Wintersaison liegen die Buchungszahlen bei den Veranstaltern deutlich über dem Vorjahr. Bei Neckermann-Reisen, Dertour und FTI steigt die Nachfrage seit zwei Jahren kontinuierlich. Sind die Kapverden also die neuen Kanaren? "Tatsächlich werden die Kapverden häufig mit den Kanarischen Inseln vor 20 Jahren verglichen", so Susanne Stünckel, doch noch verzeichnen die Kapverden nur einen Bruchteil der Kanarengäste: "Bei uns ist die Gästezahl aktuell ungefähr mit der von Menorca vergleichbar - Tendenz steigend."
Ähnlich sieht es Hendrik Meyer von Neckermann-Reisen: "Landschaftlich und klimatisch gesehen ähneln die Kapverden den Kanaren mit Vulkanlandschaften auf Fogo und Sao Vicente (vergleichbar mit Lanzarote) oder endlosen Sandstränden auf Sal und Boa Vista (vergleichbar mit Fuerteventura). Viel Grün und eine atemberaubende Natur wie auf La Palma oder La Gomera sieht man auf Santo Antão. Santiago erinnert an Teneriffa oder Gran Canaria." Was das touristische Umfeld angehe, so seien die Kapverden noch sehr ursprünglich und verfügten noch nicht über das touristische Angebot an Hotels, Bars, Restaurants, Geschäften und Freizeitmöglichkeiten wie die Kanarischen Inseln. Meyer: "Aber gerade diese Tatsache macht den Charme und die Einzigartigkeit der Kapverden aus."
"Die meisten Gäste sind fasziniert von der Natur, der afrikanisch angehauchten Kultur und der Freundlichkeit der Menschen, manche aber haben mit der doch einfacheren Infrastruktur Probleme", so die Erfahrungen von Kai Pardon von One World. Ihn erinnern die Inseln eher an Kuba als an die Kanaren - oder auch an Brasilien. Das Land und die Kapverden verbindet ein gemeinsames koloniales Erbe und vieles wird von dort importiert - der lateinamerikanische Kontinent ist nur knapp 3000 Kilometer entfernt.
Eine Woche im Viersternehotel Royal Decameron Boavista kostet mit All-Inclusive und Flug ab 1074 Euro (ITS).
Drei-Insel-Rundreise (Sal, Santiago, Fogo) "Erlebnis Kapverden", sieben Übernachtungen mit Frühstück ab/bis Sal kosten pro Person ab 1099 Euro (Dertour).
Eine Woche im Viersternehotel Crioula in Santa Maria/Sal ist mit All-Inclusive und Flug ab 985 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar (FTI).
Iberostar Club Boa Vista, 14 Übernachtungen mit All-Inclusive samt Flug ab Frankfurt ab 1789 Euro pro Person im Doppelzimmer (Neckermann-Reisen).
Eine Woche im Fünfsternehotel Riu Touareg auf Boa Vista mit Flug und All-Inclusive kosten ab 1184 Euro pro Person im Doppelzimmer (TUI).
Best of Cabo Verde, 15tägige Rundreise inklusive Flügen und teilweise Halbpension kostet ab 2745 Euro pro Person (One World Reisen mit Sinnen, Neuer Graben 153, 44137 Dortmund, Tel. 0231/589792-0, www.reisenmitsinnen.de).
Reiseinformationen über www.kapverden.de.
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Quelle: t-online.de , srt
Peter § schrieb:
am 30. Januar 2012 um 11:37:44
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Visagebühr
Dann sollen die da unten erst mal die Visagebühr abschaffen.Ich Bezahle doch nicht auch noch Eintritt in Ländern denen ich mein Geld bringe.
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Bernd Großmann schrieb:
am 30. Januar 2012 um 10:04:04
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Kap Verden
Waren in Sal , Santa Maria, um Gotteswillen, Armut, Bettler, Hunde und Betrüger,
sowie faules Personal und überall Dreck,
Überlegt Euch einen Urlaub dort zu
machen
mehr
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udo schrieb:
am 30. Januar 2012 um 09:30:43
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kap verde
wir haben vor 10 jahren auf sal urlaub gemacht, da gab es noch keine hotelketten aber lange ruhige strände.ein abstecher nach
boavista zeigte uns
noch mehr einsamkeit.heute reiht sich leider hotel an hotel.den einwohnern sei der verdienst durch die besucher gegönnt.es.ist doch ein sehr armes land und alles muss eingeführt werden
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