17.01.2012, 13:50 Uhr
Wenn Wassermassen sich den Weg über die Böschung bahnen, um dann im freien Fall teilweise hunderte von Metern in die Tiefe zu rauschen, dann gerät schon mal der ein oder andere Atemzug ins Stocken. Ein solches Schauspiel der Natur fasziniert vor allem Touristen, die von Wasserfällen oft wie magisch angezogen werden. Die bekanntesten sind wohl die Niagarafälle in Kanada und den USA. Wir stellen Ihnen die spektakulärsten Wasserfälle der Welt vor, darunter auch die höchsten und größten Wasserfälle - sehen Sie selbst in unserer Foto-Show.
Venezuela: Der südamerikanische Staat hat viel mehr zu bieten als karibische Strände und undurchdringbaren Dschungel. Absolute Höhepunkte des Landes sind die Wasserfälle. Von den Tafelbergen stürzen zum Beispiel die Wassermassen des Salto Kukenam und des Salto del Angel mit unglaublicher Wucht hinab. Der Salto Angel (Engel-Wasserfall) befindet sich im Südosten Venezuelas und ist mit 978 Metern (größte Einzelstufe 805 Meter) Fallhöhe der höchste frei fallende Wasserfall der Erde. Er ist zugleich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Canaima-Nationalparks, der von der UNESO zum Weltnaturerbe ernannt wurde.
Nicht weniger beeindruckend ist der Salto Hacho. Laut tosend bricht das Wasser des Salto Hacho über die Bruchkante und prallt auf den See. Spannender gestaltet sich die Tour dorthin per Boot, besser gesagt im Einbaum. Dabei geht es mitten durch den unbewohnten Regenwald, immer den Río Carrao und schließlich den Río Churún stromaufwärts. Anders gesagt: Mitten durch das Niemandsland, das nahtlos übergeht in das Amazonasgebiet und so Teil der "grünen Lunge der Welt" ist. Allein nach Canaima, der einzigen nennenswerten Siedlung im Umkreis von hunderten von Kilometern und dem Ausgangspunkt der Tour, gelangen Urlauber nur per Flugzeug.
Zu den größten Wasserfällen der Erde zählen die Victora-Falls im Grenzland von Simbabwe und Sambia. Auf einer Breite von 1,7 Kilometern stürzen sich die Wassermassen des Sambesi-Flusses bis zu 110 Meter in die Tiefe. Pro Minute donnern über fünf Millionen Kubikmeter Wasser über die Kante der Schlucht. Deshalb verwundert es nicht, dass das Gelände permanent unter einem dichten Wassernebel liegt. Zugang zu den Wasserfällen besteht in Simbabwe vom Grenzort Victoria Falls aus oder auf sambischer Seite vom Grenzort Livingston aus. Unbedingt zu empfehlen ist der rund 15 Minuten dauernde Rundflug über die dramatischen Wasserspiele.
Von den Indianern einst als "donnerndes Wasser" bezeichnet, sind die Niagarafälle heute eines der größten Naturwunder der Erde. Mehr als vier Millionen Liter Wasser fallen pro Sekunde von einer 60 Meter hohen und fast ein Kilometer breiten Klippe in die Tiefe. Ein Regenbogen, der die Schlucht von Niagara ständig umhüllt, macht den spektakulären Anblick perfekt. Das Besucherzentrum Table Rock Center am Rande der Fälle bietet alle Möglichkeiten das Naturschauspiel hautnah zu erleben. Mit den "Maid of the Mist" Booten können die Besucher die Fälle auf ganz besondere Art und Weise erfahren. Ebenso können die Fälle von mehreren Aussichttürmen oder mit einer Helikoptertour aus nächster Nähe betrachtet werden. Der beste Zeitraum für einen Besuch der Niagara Fälle ist der Sommer, jedoch bieten die Fälle auch im Winter einen beeindruckenden Anblick. Bei niedrigen Temperaturen friert der Fluss unterhalb der Fälle zu und die Gischt kann dann bis zu 30 Meter hohe Eisberge bilden.
Wer nicht gleich um die halbe Welt reisen will, um sich an einem rauschenden Wasserfall zu erfreuen, der kann dies auch in Österreich tun. Westlich von Mittersill im Salzburger Land donnern die Krimmeler Wasserfälle aus 380 Metern Höhe in die Tiefe. Sie gehören mit rund 350.000 Besuchern im Jahr zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Ein Wanderweg führt direkt an das atemberaubende Naturschauspiel heran. Von Aussichtskanzeln unterwegs bieten sich immer wieder faszinierende Blicke auf die in drei Fallstufen hinabdonnernden Wassermassen - erfrischende Sprühregenduschen inklusive.
Vor allem nach Regenfällen sind die Sutherland Falls in Neuseeland eine Sehenswürdigkeit. Aus einer Höhe von 580 Metern stürzen sich die am Milford Track gelegenen Fälle vom Bergsee Quill Lake in die Tiefe. Dabei stürzt das Wasser, spektakulär von Felswänden eingerahmt, über drei Stufen hinab - oben schmal, unten breit. Unten landet es in einer natürlichen, nur wenige Meter tiefen Felswanne, die von Sprühnebel umgeben ist. Mehrere Holztreppen führen die Besucher zu Aussichtsplattformen, von denen aus man gute Blicke auf die Sutherland-Fälle genießt.
Aus vielen Kilometern Entfernung zu vernehmen ist das Donnern des Iguazu-Wasserfalls im Länderdreieck Brasilien - Argentinien - Paraguay. Gemächlich fließt der Rio Iguazu aus dem Urwald, bevor er sich in 275 Kaskaden über unzählige Abbruchkanten ergießt. Insgesamt bestehen die Iguazu-Fälle aus 20 größeren, bis zu 80 Meter hohen, und 255 kleineren Wasserfällen, die sich über eine Breite von rund 2700 Metern erstrecken. Auch wegen dieser Ausmaße ist natürlich ein Hubschrauberrundflug ideal, um das Naturspektakel zu genießen. Außerdem führen Promenaden und Stege die Besucher durch Gischt- und Nebelschwaden ganz nah an die Fälle heran, die meist von mehreren Regenbögen geschmückt sind.
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Quelle: srt , t-online.de
Ein Leser schrieb:
am 18. Januar 2012 um 15:57:35
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Wasserfälle
@ Nunja : Die Niagara-Fälle sind keinesfalls überbewertet, nurt muss man bedenken, dass oberhalb viel Wasser für die
Krtaftwerke abgezweigt wird (und es ist auch keine Bruchkante, über die er stürzt). Europas eindrucksvollster Wasserfall ist der Dettifoss in Island, die schönsten wohl Svartifoss, Skogafoss und die Hraunfossar. Aber: jeder Wasserfall ist ein Unikat!
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Tom schrieb:
am 18. Januar 2012 um 15:47:46
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Wasserfälle
Schön anzusehen neben Tausenden anderen deutschen Touristen.
Diese blockieren alles. Wenn Sie bekannt werden kann man das
Naturschauspiel nicht geniesen.
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waeller schrieb:
am 18. Januar 2012 um 14:27:10
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es gibt
keine schöneren und größeren Wasserfälle, als die Iquazu Fälle im südlichen Brasilien. Leider kommen diese Fälle in der
Fotostrecke zu kurz, hätte auf Anfrage gerne mit Fotos von der argentinischer - und brasilianischer Seite ausgeholfen - auch vom Teufelsschlund.
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